EURIBOR
Der EURIBOR (Euro Interbank Offered Rate) ist der Zinssatz, zu dem sich die Kreditinstitute untereinander Geld leihen.
Es gibt für die EURIBOR-Zinssätze folgende Laufzeiten:
Eine Woche, Ein Monat, Drei Monate, Sechs Monate, Neun Monate und Zwölf Monate;
Hier sind die aktuellen Zinssätze für die verschiedenen Laufzeiten ersichtlich:
Deutsche Bundesbank Zinsstatistik
Mit EURIBOR-Krediten lassen sich derzeit sehr günstige Immobilienfinanzierungen darstellen.
Euribor-Kredite
Hierbei handelt es sich um Finanzierungen, die sich an den EURIBOR-Zinssätzen orientieren.
Derzeit beträgt z. B. der Zinssatz des Drei-Monats-EURIBOR nur 0.743%. Berücksichtigt man die Marge, die von den Kreditinstituten aufgeschlagen wird, sind damit z. B. Immobilienfinanzierungen zu weniger als 2% möglich.
Da die maximale Laufzeit des EURIBOR zwölf Monate beträgt und die künftige Entwicklung der Zinsen nicht bekannt ist, besteht im Vergleich zu einem Festdarlehen das Risiko, daß der EURIBOR-Zinssatz langfristig über ein vertretbares Maß steigt. Hier bieten die Banken sogenannte Zins-Caps (Vereinbarung von Zins-Obergrenzen) an.
Finanzierungen mit Euribor-Krediten
Euribor-Kredite sind Finanzierungsformen mit sehr kurzen Laufzeiten zwischen drei und zwölf Monaten.
Die Zinsen für den Darlehensnehmer setzen sich aus dem jeweils aktuellen Stand des Euribor und einer Bank-Marge (z. B. 1%) zusammen.
Der Drei-Monats-Euribor hat derzeit einen Zinssatz von ca. 7,2% (Oktober 2009) – somit kann eine derartige Finanzierung mit ca. 1,7% dargestellt werden.
Bei zunehmenden Zinsänderungsrisiken kann entweder in Darlehen mit längerer Zinsfestschreibung gewechselt werden oder es werden zusätzlich sogenannte Zins-Swaps oder Zins-Caps abgeschlossen.