Weltwirtschaftskrisen und ihre Gemeinsamkeiten

18. Mai 2010  

Viele Menschen fragen sich, welche Auswirkungen die Weltwirtschaftskrise haben wird und vor allem, was es für unsere Vermögenswerte bedeutet.

Um dies herauszufinden, macht es Sinn, einmal die vergangenen Krisen zu analysieren.

Historisch sind insgesamt vier Wirtschaftskrisen bekannt, die sich über die gesamte Welt ausgebreitet haben. Sie ereigneten sich jeweils in den Jahren 1857, 1873, 1929 und 2008. Alle Krisen haben zwei Gemeinsamkeiten:

  • sie sind auf Übertreibungen in der Vermarktung bestimmter Wirtschaftsgüter (daher haben wir ihnen Namen gegeben) entstanden und:
  • Alle Krisen haben ihren Ursprung in Amerika! 

Die “Eisenbahn und Weizen-Krise” von 1857

Die Jahre davor waren gekennzeichnet durch die Entdeckung großer Goldvorkommen und die Entstehung der Eisenbahnnetze.

Allerdings war damals ein Wirtschaftszweig in Amerika besonders ausgeprägt: Der Export von Weizen nach Europa und Rußland (Rußland deswegen, weil es während des Krimkrieges nicht als Weizenexporteur, sondern als Importeur auftrat)!

Viele amerikanische Farmer expandierten gewaltig und finanzierten ihre Expansion mit Krediten. Das Ende des Krimkrieges war hier der Anfang der Wirtschaftskrise, da Rußland wieder Weizen exportieren konnte und dadurch die Preise von Weizen unter Druck brachte.

Die “Eisenbahn und Öl-Krise” von 1873

Dies war die schwerste Krise des 19. Jahrhunderts und hatte eine “Wirtschaftsflaute” von einem Jahrzehnt zur Folge.

Die “Börsen-Krise” von 1929

Auch diese Krise war die Folge eines vorhergehenden Aufschwungs durch Innovationen (Automobile, Kühlschränke, Fotoapparate…) und zu hohen Finanzierungen. Vor allem die kreditfinanzierten Aktienkäufe, die aufgrund der Börseneuphorie überhand nahmen führten dann zu einem extremen Börsencrash, der die Krisensituation noch mehr verschärfte.

Die “Schulden-Krise” von ?

Parallel zu den vielen Innovationen und Übertreibungen, welche die moderne Zeit mit sich brachte, zeigt die heutige Krise wieder das bekannte Muster. Der Staat als Helfer in der Not finanziert kräftig – doch die Töpfe sind leer… 

Über allem schweben nun die beispiellosen Staatsverschuldungen, die sicherlich künftig noch weitere Unannehmlichkeiten wie z. B. hohe Inflationsraten bedeuten.

Sie sollten dem “Papiergeld” das Vertrauen entziehen – informieren Sie sich hier:

Die Zinsentwicklung bei Immobilienfinanzierungen

31. Januar 2010  

Je nachdem, welche Erwartungen bezüglich der künftigen Zinsentwicklung bestehen, werden  Immobilienfinanzierungen langfristig festgeschrieben oder variable Zinsen vereinbart.

Daher ist es vorteilhaft, die künftige Zinsentwicklung einschätzen zu können.

Grundsätzlich entstehen die Zinsen an den Rentenmärkten. Ein guter Maßstab für die Zinsentwicklung ist z. B. die Umlaufrendite.

Diese befindet sich bereits seit Juli 2008 in einem Abwärtstrend und bewegt sich derzeit auf einem Niveau von unter 3% (Januar 2010).

Einflußgrößen auf das Zinsniveau:

  • Die Entwicklung der Inflationsraten
  • Das Wirtschaftswachstum
  • Die Fiskal- und Geldpolitik
  • Die Wechselkurse

Einschätzung zu den Inflationsraten:

Hier muß zwischen der kurzfristigen und langfristigen Perspektive unterschieden werden. Kurzfristig spricht einiges für rückläufige Inflationsraten bzw. Deflation (z. B. nachlassender Konsum und damit sinkende Preise). Langfristig dagegen erscheinen hohe Inflationsraten durch die immensen Staatsverschuldungen und durch das Risiko, explodierender Rohstoffpreise vorprogrammiert!

Bewertung des Wirtschaftswachstums:

Obwohl die Unternehmensmeldungen derzeit positiv interpretiert werden, ist mittelfristig sicherlich kein substanzielles und nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu erwarten.

Beurteilung der derzeitigen Fiskal- und Geldpolitik:

Von Seiten der Regierungen und Notenbanken bzw. auch des IWF werden eher niedrige bis weiter fallende Zinsen angestrebt.

Die Wechselkurse:

Ein starker Euro spricht ebenfalls tendenziell für niedrige Zinsen.  

Fazit:

Irgendwann werden die Zinsen wieder steigen – bis dahin gilt es, mit Festschreibungen eher noch abzuwarten und die günstigen Konditionen bei variablen Darlehen (Euribor-Krediten) zu nutzen.

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Inflationsraten

29. Oktober 2009  

Mit “Inflationsraten” werden die Preissteigerungen innerhalb bestimmter Zeiträume (meistens jährlich) bezeichnet.

Offiziell stellt in Deutschland das Statistische Bundesamt die Preissteigerungen anhand eines Warenkorbes (größte Positionen: Wohnen, Verkehr, Freizeit und Nahrungsmittel) fest.

Noch sind die Inflationsraten moderat – doch der Schein trügt:


Aufgrund hoher Staatsverschuldungen, der Rohstoffverknappung und anderen Faktoren wird sich dies bald ändern…

 

Lesen Sie hier mehr über die derzeitigen Inflationsrisiken und was Sie tun können um Ihre Werte in Sicherheit zu bringen:

Inflationsrisiken